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Q&A Arosa Bärenland

25.3.2020

Ihr habt uns eure Fragen gestellt. 

Ihr habt uns letzte Woche eure Fragen zum Arosa Bärenland zugesendet – vielen Dank dafür! Wir haben die am häufigsten gestellten Fragen herausgepickt und werden diese im Anschluss gerne detailliert für euch beantworten. Viel Spass!

 

Wie viele Bären sind zurzeit bei euch?

Zurzeit bewohnen drei Bären das Arosa Bärenland. Zum einen ist das Bär Napa, der ehemalige Zirkusbär aus Serbien, der seit Juli 2018 in Arosa lebt. Zum anderen sind das die beiden Bären Amelia und Meimo, die beide in Albanien in einem Restaurant gehalten wurden und im Februar 2019 von VIER PFOTEN gerettet und nach Arosa gebracht wurden.

 

Wie alt sind die Bären?

Alle drei Bären sind im Jahr 2006 geboren und sind demnach ca. 14 Jahre alt.
Da die Lebenserwartung eines Braunbären – ohne äussere Gefahrenquellen - ungefähr bei 25 - 30 Jahren liegt, stehen den Bären voraussichtlich noch viele glückliche Jahre frei von Gefangenschaft bevor!

Mehr Informationen zu den Bären findet ihr auf www.arosabaerenland.ch/baeren

 

Habt ihr vor, im Frühling noch zwei weitere Bären im Arosa Bärenland aufzunehmen?

Es ist korrekt, dass das Arosa Bärenland für fünf Bären ausgelegt ist und momentan «erst» drei Bären in Arosa leben.

VIER PFOTEN geht aktuell davon aus, dass es europaweit noch Hunderte Bären in schlechter und zum Teil auch illegaler Haltung gibt. Die Entscheidung darüber, welcher Bär durch VIER PFOTEN gerettet werden kann, hängt jedoch von vielen Faktoren ab. Zentral für die Tierschutzarbeit ist vor allem die Zusammenarbeit mit den jeweiligen Regierungen und Behörden, diese gestaltet sich jedoch oft schwierig und benötigt Zeit. Auch kommt nicht jeder Bär für eine Aufnahme ins Arosa Bärenland in Frage, dies muss mit Experten und Veterinären vorab gut evaluiert und abgeklärt werden, um ein gutes/ harmonisches Zusammenleben der Tiere im Arosa Bärenland zu gewährleisten.

VIER PFOTEN prüft derzeit mehrere Möglichkeiten für eine weitere Bärenrettung im Ausland und wird weiterhin mit Hochdruck daran arbeiten, dass so bald wie möglich neue Bären nach Arosa kommen können.

Wir können zurzeit also noch keine genauen Angaben zum Zeitpunkt einer erneuten Bärenrettung machen; werden euch aber natürlich gerne informieren, wenn es Neuigkeiten gibt.

 

Wie viele Instinkte haben die Bären noch in sich, z.B. in Bezug auf Menschen?

Ein Instinkt ist definitionsgemäss ein angeborenes Verhalten, welches genetisch fixiert ist. Das kann ein Tier, ohne es lernen zu müssen. Beispiele sind Angst, Hunger, Sexualverhalten oder die Winterruhe. In einer neuen, unvertrauten Situation reagiert ein Bär instinktiv mit Angst, verhält sich vorsichtig oder tritt unverzüglich die Flucht an. Er kann aber auch lernen, dass das Neue nicht unbedingt gefährlich sein muss und er wird zunehmend vertraut. Wildlebende Bären, welche sich natürlicherweise vor dem Menschen zurückziehen, können lernen, dass Menschen ungefährlich sind. Sie werden vertraut, kommen in menschliche Siedlungen und machen sich an die für Bären ergiebigen Abfälle. Unsere Bären in Arosa haben jahrelange Erfahrung mit Menschen in nächster Nähe. Die sie betreuenden Menschen brachten ihnen täglich Futter und sie waren für die Bären nicht gefährlich. Die Aroser Bären sind somit menschenvertraut, weshalb sie sich von unseren vielzähligen Besuchern nicht stören lassen.

Ein in Arosa eindrücklich erlebtes Beispiel angeborenen Verhaltens ist die Winterruhe. Napa, Amelia und Meimo haben in ihrer alten Haltungsumgebung nie eine Winterruhe gemacht. In Arosa traten alle erstmals sowie zeitgerecht die angeborene Winterruhe an. Der Grund ist, dass das Arosa Bärenland die natürlichen Voraussetzungen anbietet, damit die Bären ihren Instinkten folgen können.

 

Ist das Arosa Bärenland momentan finanziell versorgt?

Die jährlichen Kosten für das Arosa Bärenland betragen rund CHF 250'000.-. Diese tragen wir je hälftig von Eintritten und Spenden. Darum sind wir über Besuche im Bärenland mit Ticketkauf und auch Spenden an die Stiftung Arosa Bären oder VIER PFOTEN nach wie vor sehr dankbar.

 

Wie viel Franken kostet ein Bär durchschnittlich pro Monat?

Die Kosten, die das Bärenland hat, setzen sich hauptsächlich aus Futterkosten, Tierpflege, Zaun- und Stallinfrastruktur zusammen. Das grösste Risiko sind Schäden an der Zauninfrastruktur im Winter (Schneedruck). Diese Reparaturkosten kennen wir jeweils erst im Frühling.

Wenn wir ein grobe Schätzung machen müssten, beliefen sich die Kosten pro Bär also ungefähr auf CHF 7'000.- pro Monat. 

 

Welche Kamera nutzt ihr, um die Bilder von den Bären zu machen?

Unser Tierpfleger Stefan fotografiert für sein Leben gern und hat es sich zur Aufgabe gemacht, die eindrücklichen, spannenden und teils sehr lustigen Momente der Bären mit der Kamera festzuhalten. Je nach Situation verwendet er verschiedene Objektive, um beispielsweise entweder einen Gesamteindruck der Situation mit Bergkulisse oder aber Nahaufnahmen der Bären bei einer Tätigkeit zu machen. Wichtig ist ihm dabei immer, ein möglichst natürliches Umfeld zu zeigen. So sind auf diesen Bildern selten ein Zaun oder technische Einrichtungen zu sehen. Ebenfalls versucht er die Situation auf Augenhöhe abzulichten.

Er nutzt fürs Fotografieren im Bärenland seine private Ausrüstung, welche er übrigens grösstenteils über Ricardo erworben hat. 
Sie besteht unter anderem aus:

- zwei Canon EOS 5D MkII
- EF 24-70mm f2.8
- EF 70-200mm f2.8 IS
- EF 300mm f2.8 IS
- EF 500mm f4 IS
- Extender 2fach

 

Bei weiteren Fragen könnt ihr jederzeit auf uns zukommen, dies auf

Per Instagram oder Facebook
Per Mail: baeren@arosa.swiss
Per Post: Stiftung Arosa Bären, Sport- & Kongresszentrum, 7050 Arosa

Danke euch und bleibt gesund!

Fabienne

Assistenz Marketing & Kommunikation

«Die Arbeit mit und für die Bären bereitet mir grossen Spass - umso schöner, wenn wir damit immer mehr Gäste für dieses tolle Projekt begeistern können!»

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