Jambolina Arosa Bärenland

Gästeimpressionen aus dem Arosa Bärenland

Marie Schmid schildert auf emotionale Weise, wie Jambolina die Aussenanlage zum ersten Mal erkundet. 

1.6.2021

Jambolinas erster Ausgang 

Unter den Aroser Bärenfreunden*innen sprach sich rasch herum, dass am Samstag, 29. Mai 2021 Jambolina das erste Mal ins Südgehege des Bärenlandes gehen dürfe. Amelia und Meimo tummeln sich schon länger im Nordgehege, fressen Gras und verschmähen auch ein Lämmchen nicht. Nach der Winterruhe ist zwar anfangs das Bedürfnis, Nahrung zu sich zu nehmen noch nicht sehr gross.

Am Samstag gegen elf wurde das Wetter etwas trüber. Aber die Aroser Bären Family stand bereit. Dr. Hansi Schmid meldet: «Nun ist der Schieber nach draussen offen». Zuerst tut sich nichts. Dann sieht man Jambolinas Schnauze kurz, dann den ganzen Kopf. Aber nochmals verschwindet sie in den gewohnten Stall. Ein weiteres Mal wird sie sichtbar, setzt die Pfoten auf ein Stück Fels, frisst vom frisch gewachsenen Gras. Und unvermittelt rennt sie los, den Abhang hinunter, erstaunlich, wenn man sich erinnert, wie zögerlich Napa damals oben auf dem ebenen Vorplatz geblieben ist, bis er sich eines Tages den Hang hinunter gewagt hat. Jambolina gelangt zielstrebig zum Teich. Sie nimmt auch gleich ein Bad, reisst an Ästen herum, die im Wasser liegen. Man kann beobachten, dass sie wirklich fit ist und entsprechend mit guter Nahrung gefüttert worden ist von ihrem Dompteur in der Ukraine. Scheinbar ging er auch mit ihr in den Wald spazieren, aber natürlich an einer Leine.

Sie fängt in einem grossen Tempo an, mit weitausgreifenden Schritten das Areal zu erkunden, verschwindet kurze Zeit hinter den Felsen und Büschen um anderswo oben wieder aufzutauchen. Sie geht nochmals ins kühle Nass hinunter und erkundet den rechten Teil der Anlage, kommt am Futterautomaten vorbei, beschnuppert und berührt ihn. Der gibt aber noch nichts her. Sie rennt erstaunlich rasch und elegant weiter herum, um dann zielgerichtet wieder in die Innenanlage hinein zu tapsen.

Wir rätseln etwas über ihr unvermitteltes Verschwinden. Fühlt sie sich gestört von den Zuschauenden, die sich aber erstaunlich diszipliniert verhalten? Nur die Kameras klicken und ein Jööö MUSS sein. Oder stört sie der Geruch der vielen Leute? Bären haben ja einen exzellenten Geruchssinn. Nein, lasse ich mich im Nachhinein belehren vom wissenschaftlichen Leiter Dr. Schmid: «Jambolina hat kein Problem mit den Besuchern. Sie ist sich aus dem Zirkus viel mehr Publikum aus nächster Nähe gewohnt. Vielmehr hat sie Angst, da sie zum ersten Mal so ein grosses Gelände betreten hat und sie von all den Neureizen im Gehege völlig verunsichert ist.» Seit diesem ersten Freigang hat sie sich noch nicht hinaus gewagt, schaue aber ständig durch den offenen Schieber: Nur Mut Jambolina!

Wenn Jambolina die Südanlage kennengelernt hat, wird sie in die Nordanlage kommen. Und zu einem späteren Zeitpunkt wird man sie mit Meimo zusammenbringen. 

Da kann man sich auf einen spannenden Sommer im Arosa Bärenland freuen!

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«Wenn es in Arosa das Bärenland nicht gäbe, müsste man es erfinden!»

Marie Schmid

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